Berücksichtigung der Genderperspektive in der Mobilitätsforschung bedeutet auf der einen Seite die Geschlechterverhältnisse zu thematisieren (geschlechtsspezifische Datenerhebungen und -auswertungen)
und andererseits zu einer Veränderung hin zu mehr Geschlechtergerechtigkeit beizutragen.
Die Ausgangslage legt es nahe, die Erhebungsmethoden der Mobilitätsforschung (insbesondere MID) zu analysieren und möglichst gendersensibel zu ergänzen bzw. zu modifizieren, denn der Verkehrs- und
Siedlungsplanung liegen nicht alle relevanten planerischen Grundlageninformationen zur Verfügung. Eine geschlechtersensible Herangehensweise an die Verkehrsplanung ist notwendig, um Chancengleichheit
in der Mobilität zu erreichen. Mobilitätsbedürfnisse im Zusammenhang mit Versorgungs- und Familienarbeit müssen gleich bewertet werden wie berufsbedingte Wege.
Die Zielsetzung des Projektes liegt zusammenfassend in
Entwicklung eines erweiterten Genderbegriffs
einer vertieften Untersuchung der unterschiedlichen Erhebungen zum Mobilitätsverhalten bezüglich der Berücksichtigung von Gender Mainstreaming
der Herausarbeitung von Indikatoren gendersensibler Mobilitätsmerkmale
der Entwicklung eines Vorschlages zur Modifikation und Ergänzung von Erhebungsstrategien und methoden (verwendungszweckspezifisch;
evtl. auch Methoden-Mix) zur Berücksichtigung gendersensibler Mobilitätsmerkmale.
Auftraggeber: Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS) >>>